Männer und Tenöre
Männer und Tenöre begeistern in der Hoffmannschule Wilhelmsdorf
Im Alltag der Hoffmannschule begleiten die Lehrkräfte junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen und Ausdrucksweisen und gestalten tragfähige Beziehungen sowie klare Strukturen. Mit dem Lied der Comedian Harmonists „Ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden, lass der Jugend ihr Vergnügen“ wählte MuT (Männer und Tenöre) einen bewusst humorvollen Konzertauftakt, der Leichtigkeit ins Haus brachte, ohne die pädagogische Realität auszublenden.
Möglicherweise deshalb hat das Sextett, das sich den Liedern der legendären Comedian Harmonists und ihrer Zeit verschrieben hat, in kurzer Zeit die bis auf den letzten Platz besetzte Aula der Hoffmannschule euphorisiert.
Auf der Bühne der Aula steht ein altes Klavier mit elektrischen Kerzen, rechts ein Tischchen mit Grammophon, eine Gitarre, am Bühnenrand der obligatorische grüne Kaktus. Ein Hauch von Nostalgie, genau passend zu den legendären Comedian Harmonists, denen der erste Teil gewidmet ist.
Vom Countertenor bis zum Bass sind alle Stimmen vertreten: Die Männer, das sind Bariton Markus Stürzenhofecker und die Bässe Alexander Matt und Matthias Johler, die Tenöre sind Thomas Mentzel, Johannes Wargenau und Thomas Waldherr. Bassist Matt ist zugleich der Mann am Klavier und Arrangeur. Die Sänger nehmen sich kräftig auf die Schippe, tun kund, dass auch sie Randgruppen vertreten, weil 50 Prozent von ihnen Tenöre seien, noch dazu Männer aus den neuen Bundesländern.
Das Sextett singt mit sichtlichem Vergnügen. Leichtes Schmunzeln und augenzwinkernder Humor begleiten den Gesang. Der Beifall nach den Liedern zeigt, dass diese beim Publikum zünden.
Ein eigens arrangiertes Lied, in welchem die Sponsoren des Abends genannt und beworben werden wird zum Ende des ersten Sets werbewirksam a capella dargeboten. In diesem Gebiet sind sie des Öfteren unterwegs, denn hingebungsvoll singen sie als Zugabe das Werbelied auf den Mundreiniger Odol aus Dresden.
Profiteure waren neben dem begeisternden Publikum an diesem Abend sicherlich die Schüler der Abschlussklasse: sie haben die positive Erfahrung gemacht, dass eine Projektarbeit, die Vorbereitung eines Konzertes an der Schule, mit viel Engagement zu einem phänomenalen Erfolg führen kann.
